
Für viele Menschen in unserer Gesellschaft ist es ja eine ausgemachte Sache: Die Bibel ist wenig glaubwürdig. Ein immer wieder vorgebrachtes Argument ist: Die ist sicher im Laufe der Zeit verfälscht worden. Niemand weiß was da ursprünglich drin stand.
Schauen wir uns doch mal eine Seite aus dem
Nt Graece, der wissenschaftlichen Ausgabe des griechischen Neuen Testamentes an: Oben rechts steht der eigentliche Bibeltext. Oben links ein paar Parallelstellen, die für diese Fragestellung jetzt nicht weiter interessieren. Und was ist das kryptische Zeug da unten? Alle Handschriften, vom Papyrusschnipsel bis zum ganzen Neuen Testament wurden präzise verglichen. Jede, auch noch so kleine, Abweichung ist in diesem sogenannten kritischen Apparat verzeichnet. Für die Handschriften stehen Kürzel. Fachkundige können hier sehen, welche Schriften den oben abgedruckten Text beinhalten und welche Varianten existieren.
Das Gesamtfazit ist, es gibt sehr wenige bedeutsame Abweichungen. Kein Text aus der Antike ist auch nur entfernt annähernd so gut überliefert wie der Text der Bibel. Da ist nichts geheim, nichts verfälscht, jeder der sich das nötige Wissen aneignet, kann es selber überprüfen.