Notar oder Erbe

Impuls für ein Gespräch über das persönliche Lesen der Bibel


Der bekannte Naturforscher Isaac Newton hat einmal gesagt: „Wir müssen das Evangelium nicht lesen, wie ein Notar ein Testament liest, sondern so, wie es der rechtmäßige Erbe liest!”
Der Notar liest ein Testament, das eröffnet wird, verständlicherweise mit analytischem Blick, mit juristischem Sachverstand. Aber ohne Herz, ohne persönliche Betroffenheit. Der Notar nimmt jeden Satz, jeden Ausdruck unter die Lupe und untersucht, ob die Verfügung juristisch einwandfrei oder anfechtbar ist. Er muss das Testament kritisch lesen und fragen, wie es gemeint ist und zu vollstrecken geht.
So kann man auch die Bibel lesen. Viele Menschen lesen die Bibel so, kalt und distanziert. Sie suchen nach Widersprüchen und Ungereimtheiten. Dabei bleiben sie unbeteiligt und ohne Freude und Gewinn.
Wie anders liest der Erbe das Testament. Er sagt sich bei jedem Satz voller Freude: „Das ist für mich, das ist alles für mich! Welch ein Geschenk!”
Nichts gegen das kritische prüfende Lesen der Bibel. Wenn es aber dabei bleibt, hat man keinen Gewinn vom Lesen der Bibel.
Spannend wird es, wenn man anfängt das Wasser zu lesen ist auf sich zu beziehen. Dieser Gott, von dem da die Rede ist, ist heute noch der Gleiche wie damals, was er sagt, gilt auch mir. Seine Zusagen und seine Aufforderungen an Menschen darf ich auf mich beziehen.
In der Bibel ist davon die Rede, dass Menschen die Jesus vertrauen Gottes Kinder werden und Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen werden.
„Wenn wir aber Gottes Kinder sind, sind wir auch Erben – Erben Gottes und Miterben mit Christus.“ (Römerbrief. 8, 17a)

An diese Gedanken anschließen, kann man der Konfirmandengruppe Beispiele von Bibelstellen nennen(gemeinsam lesen), die man persönlich auf sich beziehen kann.
Wenn nicht ohnehin im Gebrauch, kann man hier auch auf Bibel Apps (z.B.“you Version“) hinweisen.