Schlagwort: Felix Nmecha

  • Sportler werben für den Glauben an Jesus

    Die Rheinpfalz am Sonntag brachte am 3. Mai 2026 einen Artikel unter der Überschrift „Im Namen des Herrn“ zu christlichen Umtrieben von Spitzensportlern.

    Mein Leserbrief dazu wurde freundlicherweise abgedruckt, allerdings massiv gekürzt, deshalb hier noch mal in ganzer Länge.

    „Na ja, da hat der Rheinpfalz Journalist ja unglaubliche Skandale aufgedeckt!
    Es gibt Sportler, die engagiert für den christlichen Glauben werben. Die beschreiben sich als Christen, die Sport machen, nicht etwa umgekehrt, die erklären Menschen, was der Karfreitag bedeutet, die erzählen Menschen von ihren Erfahrungen mit dem Gott an den sie glauben und sie sind so begeistert, dass sie andere auffordern, sich auch darauf einzulassen. Skandalös!
    Die verstehen unter christlichem Glauben nicht nur vage, die Existenz eines höheren Wesens für wahr zu halten, sondern sie leben sogar eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott.
    Und diese Menschen erdreisten sich, sich mit gleich Gesinnten zusammenzufinden und gemeinsam für ihre Überzeugung einzutreten. Und die haben aufgrund ihres Glaubens und ihrer Überzeugung auch Meinungen zu ethischen oder gesellschaftlichen Fragen! Was erlauben die sich?
    Und dann weiß der Autor zu berichten, dass eine Expertin herausgefunden hat, dass bei (evangelikalen) Christen, das Christsein im Zentrum steht, dass es keine Trennung zu anderen Sphären gibt. „Man tut alles in seinem Leben als Christ, und damit ist auch eine Missionsaufgabe verbunden.“
    Dazu musste sie forschen? Dass dies bei allen Christen so sein sollte, hätte sie auch schon in der Bibel lesen können.
    Immerhin räumt die Expertin ein, dass die Beziehung der Evangelikalen zu Donald Trump komplexer ist, als sie häufig dargestellt wird. Ja, ich habe evangelikale Freunde in den USA, die Donald Trump schlimm und peinlich finden.
    Natürlich folgen aus jeder Weltanschauung, jedem Glauben, auch ethische Konsequenzen. Diese unterscheiden sich naturgemäß von ethischen Überzeugungen, die aus anderen Quellen resultieren. Darüber kann man öffentlich diskutieren. Wenn man allerdings seinen eigenen Glauben oder im Falle des Autors Unglauben absolut setzt, dann muss einen jede Aussage, die nicht dem eigenen Glauben entspricht, bedrohlich vorkommen. Und von da aus ist es nicht weit, bis zum Spekulieren über schlimme Verschwörungen.
    Das Klischee, dass es letztlich ums Spendenwerben geht, darf in so einem Artikel natürlich auch nicht fehlen.
    „Wenn das tatsächlich zutrifft, wenn Nmecha seine Bekanntheit einsetzt, um andere Menschen von seiner Art des Glaubens zu überzeugen, dann wirft das Fragen auf.“ Ja? Welche? Nein, dann ist das ein ganz normaler Vorgang. Wie viele Prominente wurden in der Rheinpfalz schon zitiert, die ihren, oftmals wenig durchdachten, Unglauben öffentlich machten. Gefährlich ist es wohl nur, wenn Christen sich äußern.
    Aber schon in der Bibel steht, dass die Zeitgenossen der 1. Christen die christlichen Glaubensinhalte für skandalös hielten.“