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Kategorie: Politik

Gedanken zu politischen Ereignissen aus christlicher Perspektive

  • Politik ist das Problem!?

    Macht Demokratie unglücklich?

    Oft habe ich Konfirmanden gefragt, worunter Menschen in dieser Welt denn leiden, was sie unglücklich macht. Im Anschluss sprachen wir dann über eine Regel, die das Leben und das Zusammenleben von Menschen grundsätzlich zum Guten wenden kann. Es ist das Doppelgebot der Liebe: „Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Mitmenschen wie dich selbst.“

    Auf diese Frage habe ich schon viele vernünftige und auch etliche kuriose Antworten bekommen. Doch als eine Antwort auf diese Frage „Politik“ lautete, da war ich dann doch etwas überrascht. Hinter dieser Antwort stand ja wohl der Gedanke, dass es den Menschen besser ginge, wenn es keine Politik gäbe.

    Wenn dies nur ein undurchdachtes Statement eines 13-Jährigen wäre, wäre es nicht des Schreibens wert. Diese negative Einstellung zu „Politik“ begegnet mir aber auch sonst immer mal wieder. Unreflektiert wird der Begriff verwendet und über die Sache, und mehr noch über die Akteure, geschimpft.

    Wo Menschen zusammenleben muss dieses Zusammenleben irgendwie organisiert werden. Es braucht Gesetze, Regeln, Systeme, um mit Problemen umzugehen und Interessen unter einen Hut zu bringen. Das ist nicht einfach. In den frühen Zeiten der Menschheit war weniger kompliziert: Der Stärkste hat sich durchgesetzt, wurde Häuptling, Anführer oder später dann König. Er nutzte seine Stärke, um seine Macht noch mehr auszubauen und hatte das Sagen, bis ein Stärkerer ihm mit den gleichen Methoden die Macht genommen hat. Wenn die Menschen Glück hatten, war der Anführer klug und vernünftig und nicht allzu egoistisch. Wenn sie Pech hatten, war er es nicht und sie litten unter seiner Herrschaft.

    Da dieses System für die meisten Menschen auf Dauer doch nicht so klasse war, machte sich der Gedanke der Demokratie breit. In einer „Herrschaft des Volkes“ können sich alle wahlberechtigten Menschen am Prozess der Entscheidungsfindung beteiligen. Die Mehrheit entscheidet. Da sich nicht alle Menschen einig sind, was das Richtige ist, kommt es zu politischem Streit. Wenn Menschen, die sich politisch engagieren, miteinander sachlich streiten, ist dies also nicht furchtbar (auch wenn  Medien gern dies gern und oft anders darstellen), sondern ein natürlicher Teil dieses Interessenausgleichs.

    Dass es ein Spektrum der politischen Meinungen gibt, dass also mein Gegenüber anderer Meinung ist als ich, gilt es auszuhalten. So lange es im (Grund-) gesetzlichen Rahmen bleibt, hat jeder sein Recht auf die eigene Meinung, auch wenn ich sie für falsch halte. Dass die eigene Meinung nicht einfach Gesetz wird, dass Kompromisse ausgehandelt werden müssen, das liegt im System begründet. Aber mal im Ernst: Möchte jemand ernsthaft lieber ein System haben, wo einer allein das Sagen hat?

    Dem Konfirmanden, und allen, die genauso denken, möchte ich sagen: Dann engagier dich doch! Beschäftige dich mit den Problemen, bring deine Meinung in den Diskurs ein, überzeuge mit deinen Argumenten, lebe damit, dass du nicht immer zur Mehrheit gehörst und deine Meinung eben nicht immer Gesetz wird. Aber hör auf, einfach zu schimpfen und zu meinen, ohne Politik ginge es uns besser.

    Ja, jeder kann sich mit seinen Meinungen einbringen. Und gerade auch das Heraustreten aus der eigenen Meinungsblase, das Diskutieren mit Menschen, die ganz anders denken, hilft die Probleme zu verstehen und neue Sichtweisen zu gewinnen.

    Dies alles kann geschehen unter dem Satz des Propheten Jeremia: „Suchet der Stadt Bestes“.

  • Auch Diktatoren sind vergänglich

    Ob sich einer da nicht überschätzt?

    In den Medien war zu lesen, dass der russische Präsident Wladimir Putin Belgien für den Fall, dass das russische Vermögen für die Ukraine verwendet wird, angedroht hat, dass Belgien dies für ewige Zeit spüren wird.

    Das bringt mich zum Nachdenken: Weiß er nicht, dass er, wie alle Menschen, vergänglich ist? Wie kann ein vergänglicher Mensch ewige Vergeltung androhen? Oder meint er, dass alle seine Nachfolger genauso sein werden wie er? Kennt er nicht das christliche Lied „Seht, man musste sie begraben, die der Welt Gebote gaben und ihr Wort hat nicht Bestand?“

    Vergänglichkeit ist ja an sich ein großes Problem von uns Menschen. Aber unsere menschliche Vergänglichkeit hat auch eine gute Seite. Auch die böseren Menschen sind vergänglich.

    Böse Menschen sind nicht ewig und der Ewige ist nicht böse.

  • Liebe Amerikaner,

    es macht mich traurig, dass ich diesen Brief schreiben muss.

    Viele Jahre waren wir gute Freunde. Ihr habt geholfen, den Zweiten Weltkrieg zu beenden und uns von der Diktatur zu befreien. Ihr habt uns dann in kluger Weise die Demokratie gebracht und uns geholfen, in den ganz schwierigen Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir waren begeistert von Euch und haben vieles übernommen, was Ihr kanntet und hattet. Wir hörten Eure Musik, wir begannen, Kaugummi zu kauen, wir tranken Cola in großen Mengen, wir schauten Eure Filme, wir übernahmen viele Wörter aus eurer Sprache. Vieles andere könnte ich noch aufzählen.

    Wir fanden Euer Land groß und großartig und Ihr wart uns in vielem Vorbild.

                   Ja, wir merkten auch, dass da nicht alles richtig ist. Da wurden auch Kriege geführt, die nicht gerecht waren. Manche Regierungen in anderen Ländern wurden mit Eurer Beihilfe gegen den Willen der dortigen Mehrheit der Bevölkerung gestürzt. Wir haben Euch vieles nachgesehen. Als Ihr angegriffen wurdet, zogen wir mit in den Krieg nach Afghanistan.

                   Wir haben über manche seltsamen Dinge hinweggesehen. Dass Ihr eines der wenigen hoch entwickelten Länder seid, in dem es keine Krankenversicherung für alle gibt? Schwer zu verstehen! Dass, so scheint es uns jedenfalls, jeder Schusswaffen zu Hause liegen hat und dass unzählige Menschen mit diesen Schusswaffen getötet werden? Wir setzen da eher darauf, dass die Polizei uns beschützt und fühlen uns dabei eigentlich ganz wohl und sicher. Dass es in Eurem Land, das so reich ist, noch größere Unterschiede zwischen Arm und Reich gibt, als bei uns und sonst wo in Europa, das ist schwer zu verstehen. Aber in euren Filmen gewinnt man eher den Eindruck, dass die meisten von euch ziemlich wohlhabend sind. So schien uns das, nicht so schlimm zu sein.

                   So hielten wir euer Land für ein großartiges Land. Dann aber kam ein Präsidentschaftskandidat und sagte, er müsse dieses Land wieder „great again“ machen. Hatten wir was verpasst? Er sagte auch, dass wir Europäer die USA ausgebeutet hätten. Meinte er, dass wir zu viel bei euch eingekauft haben? Ja, ich habe schon viel Geld ausgegeben für Waren und Dienstleistungen (Microsoft, Google, Amazon…!) aus den USA. Habe ich Euch das weggekauft? Wir erschraken! Waren wir so schlechte Freunde?

                   Aber seitdem ist ja noch eine ganze Menge mehr passiert. Viele Lügen über uns wurden verbreitet.

    Es gebe bei uns keine Meinungsfreiheit. Die Demokratie sei bei uns in Gefahr. Und die Einwanderung sei ein Riesenproblem, das uns vernichtet. Hhm? Seid Ihr und Eure Vorfahren nicht fast alle Einwanderer gewesen?

                   Ja, und jetzt hat dieser Präsident sinngemäß geschrieben, dass er lieber gute Beziehungen mit Russland unterhalten will. Dort herrscht ein Diktator, der sein Nachbarland brutal überfallen hat.

    Und heute lese ich, dass wenn man in euer Land einreisen will, man seine Socialmediaaccounts und seine Telefonnummern der letzten 10 Jahre offenlegen muss. Geht man so mit Freunden um?

    Ist das nun nur Euer Präsident, der solches sagt und macht? Nein, Ihr habt ihn gewählt. Weder Euer oberstes Gericht noch das Parlament haben ihn gestoppt. Es scheint uns ziemlich deutlich zu sein: Die Mehrheit von euch will das so.

                   Schade, dass Ihr nicht mehr unsere Freunde sein wollt!

    Wir machen uns Sorgen um die Demokratie bei euch.

                   Verständlicherweise werden wir manches nicht mehr bei Euch einkaufen. Viele Waffen zum Beispiel, können wir ja nicht mehr kaufen. Wir wissen ja nicht, ob Ihr sie im Ernstfall nicht einfach abschalten würdet. Und all die Produkte von den großen Tech-Konzernen! Von Freunden abhängig zu sein, ist nicht schlimm. Von Menschen, die einem nicht mehr Freund sein wollen, abhängig zu sein, ist gefährlich. Wir werden einige Einschränkungen erleben, wir werden eigenes entwickeln müssen, aber letztlich müssen wir auf eigenen Beinen stehen und werden das auch tun.

    Mit traurigen Grüßen

    Volker Glaser

  • „Covid 19 war ein Beschiss“

    Im Frageteil beim AfD Bürgerdialog

    siehe Beim AfD Bürgerdialog

    meldete er sich zu Wort. Sein 1. Satz war: „Ich bin Fliesenleger.“ Der 2. Satz: „Covid 19 war ein Beschiss“. Der 3. und die weiteren Sätze waren zu einem anderen Thema und ich habe sie vergessen.

    Nun habe ich den Zusammenhang zwischen dem 1. und dem 2. Satz nicht verstanden, aber es hat mich angeregt zum Weiterdenken.

    Man muss vorausschicken, dass die Pandemie nicht das Hauptthema der Veranstaltung war, dass aber durchaus auch von den Rednern ausgedrückt wurde, dass die Coronaschutzmaßnahmen völlig überzogen und gegen die Freiheitsrechte waren. Auch die Redner haben sicherlich noch keinen, wie es ein Mediziner mal ausdrückte, „Totenschein mit der Diagnose „Covid 19“ unterschrieben“. Aber sie haben damit die Bühne für den Fliesenleger bereitet.

    Ich habe nichts gegen das ehrbare Handwerk des Fliesenlegers, aber etwas gegen die medizinische Expertise dieses Mannes. Sicher macht er gerade in der Abendschule ein Medizinstudium. Irgendwoher muss sein Fachwissen ja stammen!

    Nun sitze ich auf einem Örtchen, wo die Wände gefliest sind, und es geht mir durch den Kopf, dass der Fliesenkleber, mit dem die Fliesen befestigt sind, doch ein einziger Beschiss ist. In so vielen Badezimmern sind die Fliesen mit diesem Zeug festgemacht. Dabei ist doch längst klar, sehr viele Menschen, die dieses Zeug unter den Fliesen haben, sind krank geworden. Ja, nicht wenige sind gestorben! Und ist das nicht teuer? Und gibt es nicht seit alters einen hervorragenden Kleber aus Mehl und Wasser. Haben diese Menschen sich nicht verschworen, unschuldigen, unwissenden das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie krank zu machen? Hoffentlich gibt es bald eine neue Partei, die dagegen aufsteht!

  • Beim AfD Bürgerdialog

    Ja, wir waren dabei, bei einem sogenannten Bürgerdialog der AfD. Die Veranstaltung sollte eigentlich in Speyer auf einem Ausflugsschiff stattfinden, wurde aber nach öffentlichem Druck woanders hin verlegt.

    In der Lokalzeitung wurde heftig diskutiert, dass man die Veranstaltung doch verhindern müsse. Ein Redakteur schrieb, als die Veranstaltung abgesagt war, wie schön er es gefunden hätte, wenn während der Veranstaltung eine Menschenkette auf der Brücke in der Nähe der Anlegestelle gestanden wäre.

    Nun halte ich Händchenhalten aber nicht für eine politische Argumentation. Dass andere, und nicht wenige gegen die AfD sind, wird keinen Sympathisanten überzeugen. Warum geht man nicht hin und hält argumentativ dagegen? Ich halte den Umgang der anderen Parteien mit AfD für falsch. Es reicht nicht, zu sagen, die sind rechts und böse. Man muss aufzeigen, wo ihre Konzepte dumm, falsch und nicht zielführend sind. Das ist mühsam. Aber diese Mühe darf man halt nicht scheuen.

    Was erwartet einen bei einer solchen Veranstaltung? Will man sich das antun?

    Wird man vielleicht auf dem Weg dahin ausgebuht werden von Gegendemonstranten? Wird man einem Securitycheck unterzogen? Wird man viel Propaganda anhören müssen, darunter auch manches Grundfalsche oder auch glatte Lügen?

    Nun vom Äußeren her war es sehr unspektakulär. Durch die Verlegung gab es keine Gegendemonstranten, keine Einlasskontrollen. Es war eher wie der Besuch einer etwas überalterten Vereinsversammlung. Natürlich wurde von den anwesenden Bundestagsabgeordneten Parteifolklore und siegestrunkene Zukunftshoffnung verbreitet. Erwartungsgemäß wurden sehr einfache Konzepte angeboten, und dargebotene Zahlen enthielten nur die Seite, die AfD Positionen stützen. Natürlich waren wir mit unseren Meinungen in einer Minderheit. Das kann man aber schon mal aushalten.

    Durch die kritischen Fragen, die wir stellten, wurde den Anwesenden durchaus klar, dass hier nicht alle einer Meinung sind und dass es nicht nur Gegendemonstranten, sondern auch Gegenargumente gibt. Und auch das gab es: Ein Teilnehmer bedankte sich ausdrücklich bei denen, die andere Meinungen haben und trotzdem gekommen sind.

    Was bleibt? Das Wissen, wie wir bei einem eventuellen weiteren Termin besser vorbereitet, die Schwachstellen des AfD Programms besser aufzeigen können.

    Und auch der Gedanke: Gibt es von den anderen Parteien ähnliche Veranstaltungen? Wir würden glatt teilnehmen. Bei einer ersten Suche im Internet war da nichts zu finden. Schade.

    Eine Einzelerfahrung beim Bürgerdialog beschreibe ich im nächsten Blogbeitrag.

    „Covid 19 war ein Beschiss“

  • Wie viele Flüchtlinge kennen Sie persönlich?

    In einem Leserbrief klagte eine Dame, dass Flüchtlinge nichts arbeiten, in der Stadt rumlungern, am Handy hängen und dass es ihnen einfach zu gut geht.

    Dies schien mir eine Antwort wert:

    Sehr geehrte Frau K.,
    beim Lesen Ihres Leserbriefes wuchs in mir der schlimme Verdacht: Sie kennen vielleicht überhaupt keinen Flüchtling persönlich! Und Sie haben auch keinem geholfen, keinen begleitet bei Behördengängen, keinen unterstützt sich im deutschen Alltag zurechtzufinden!
    Wenn es anders wäre, würden Sie nicht glauben, was Sie geschrieben haben.
    Sie meinen: Die Flüchtlinge haben keine Sorgen, werden wohl versorgt, leben prächtig hier?
    Nein, sie haben Sorgen, z. B. wie es ihren Angehörigen geht, die z. B. in der Bürgerkriegssituation oder unter politischer oder religiöser Verfolgung leben. Sie haben Sorge, ob Ihnen Asyl gewährt wird. Und, ob Sie bei einer Ablehnung durch das BaMF sich einen Anwalt leisten können, der Ihnen hilft vor Gericht Recht zu bekommen. Sie fragen sich, wann sie einen Sprachkurs bekommen und wie sie Arbeit finden können.
    Die leben prächtig und können sich alles leisten? Also nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen Asylbewerber deutlich weniger Geld als Hartz IV Empfänger. In der Erstaufnahmeeinrichtung bekommen sie Verpflegung und Unterkunft (im Mehrbettzimmer!), dazu ein Taschengeld von 135 €.
    Das alles würden Sie wissen, wenn Sie s. o.
    Was würden Sie mit den 135 € machen? Vielleicht nach Hause telefonieren? Allzu lange reicht das Geld dazu nicht. Dann vielleicht W-Lan suchen und nutzen? Das macht Sinn.
    Die lungern rum und arbeiten nichts? Haben Sie schon mal versucht, eine Arbeitsstelle für einen Flüchtling zu finden? Die Arbeit dürfte er übrigens nur annehmen, wenn sicher ist, dass kein Deutscher für die Arbeit zu finden ist.
    Und wenn einer den Flüchtlingsstatus zuerkannt bekommt, hören die Probleme ja nicht auf. Wo findet er nun eine Wohnung? Wer gibt ihm Arbeit? Wer hilft ihm beim Verstehen der deutschen Bürokratie? …
    Und zu Ihren Gutmenschenvorwürfen: Ich glaube auch nicht, dass alle, die nach Deutschland kommen, gute Menschen sind. Ich glaube aber auch nicht, dass die Nachkommen, derer, die früher hierher kamen, (z. B. zurzeit der germanischen Völkerwanderung) also die Deutschen, alle gute Menschen sind.

  • Meinungsbildung und Orientierung des deutschen Michels

    In der Regionalzeitung war ein Leserbrief abgedruckt, der zur gescheiterten Wahl von Frau Brosius- Gersdorf zur Verfassungsrichterin Stellung nahm.


    … Ein komplexes (juristisches) Thema muss nur lange genug durch die Mangel der Medienwelt genudelt werden. Irgendwann fühlt sich auch der letzte Michel am Stammtisch dazu befähigt, seinen Daumen über eine in Fachkreisen hoch geschätzte Juristin zu senken. Wenn dann auch noch die Bibel herhalten muss, um von der Kanzel herunter das Schwert der Verdammnis zu schwingen, sind wir endgültig in Absurdistan angekommen. Hans-Jürgen X.

    Meine Meinung dazu:


    Tja, und der deutsche Michel kann auch Hans-Jürgen heißen! Statt am Stammtisch erfährt er aus seiner persönlichen Medienblase an gedruckten, sozialen oder unsozialen Medien, vielleicht auch durch eine Talkshow, wie geeignet die Kandidatin für das Amt einer Bundesverfassungsrichterin ist. Was sie außerhalb der Talkshow geschrieben und gesagt hat, kann da schon mal hinten runterfallen. Sie war stellvertretende Vorsitzende einer Bundestagskommission „zur reproduktiven Selbstbestimmung …“, die im Endergebnis das formuliert hat, was die Kritiker ihr jetzt entgegenhalten. Der Bericht der Kommission kann auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums gefunden werden.
    Ach ja, und das ist natürlich auch Gemeingut: Wenn Menschen sich an der Bibel orientieren, wird alles ganz furchtbar. Wir haben ja alle 2000 Jahre lang nur darunter gelitten, dass christliche Werte in der Gesellschaft bedeutsam waren. In einer Gesellschaft, die diese Werte nicht mehr achtet, leben die Menschen dagegen glücklich und zufrieden, also genauso, wie sie es im Moment tun.