Kategorie: Schöpfung

  • Das hat sich die Natur wieder toll ausgedacht.

    Das hat sich die Natur wieder toll ausgedacht.

    Ein Netz aus dicken Schnüren, könnte man meinen, dabei sind die Fäden, die das Gebilde zusammenhalten nur 0,001 bis 0,02 Millimeter dick.
    Obwohl das Material so filigran ist, bilden die Spinnfäden doch ein stabiles Netz. Da kann sich eine Menge Raureif dran hängen. Das hält das Netz ohne Probleme aus.
    Die KI weiß über Spinnenseide zu berichten: „Spinnenseide ist ein natürliches Hochleistungsmaterial, das extrem reißfest (fünfmal belastbarer als Stahl) und gleichzeitig hochelastisch ist.“
    Wie komplex das System ist, mit dem eine Spinne die Spinnenseide herstellt, kann man sich im Wikipediaartikel über Spinnenseide anschauen. https://de.wikipedia.org/wiki/Spinnenseide (dort besonders Abschnitt „Biosynthese“)
    Wenn in Naturreportagen, in Dokus im Fernsehen oder auch in gedruckten Artikeln solche erstaunlichen Fakten aus der Natur genannt werden, dann folgen oft ein paar zutiefst unsinnige Sätze. Einer den ich am meisten mag, ist „Das hat sich die Natur wieder toll ausgedacht.“ Das Faktum, dass ein in der Natur vorkommendes Phänomen eine unglaubliche Qualität hat, schreit geradezu danach, nach einer intelligenten Instanz zu suchen, die sich das ausgedacht hat. In Ermangelung anderer Optionen wird dann die Natur personalisiert. Oder der Evolution, also der Abfolge von ungeplanten Mutationen und Selektion (dem Phänomen, dass sich die Besten durchsetzen) wird planerisches intelligentes Handeln angedichtet. Die Frage, was diese Evolution geleitet hat, wird ausgeblendet.
    Der unbedingte Wille, eine intelligente Kraft hinter der Entstehung der Welt und des Lebens zu verneinen, treibt seltsame Blüten. Und manchmal lässt dieser Wille intelligente Menschen richtig dumme Sachen sagen.
    Ob der Apostel Paulus wohl recht hat, wenn er schreibt: „Weil Gott die Welt geschaffen hat, können die Menschen sein unsichtbares Wesen, seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an seinen Schöpfungswerken wahrnehmen. Sie haben also keine Entschuldigung. Obwohl sie Gott kannten, ehrten sie ihn nicht als Gott und dankten ihm nicht. Ihre Gedanken liefen ins Leere, und in ihren unverständigen Herzen wurde es finster. Sie gaben sich für besonders gescheit aus und wurden dabei zu Narren.“ (Römerbrief 1, 20-22)

  • Der Wal Timotheus

    Der Wal Timotheus

    Eigentlich heißt der in der Ostsee gestrandete Buckelwal Timotheus (nach seinem Großvater väterlicherseits). Dies ergibt sich aus der vor Hawaii gefundenen Geburtsurkunde. Aber seine Mama und seine Oma nannten ihn von Anfang an „Timmy“. Seine Großmutter sagte im Interview, er habe schon als Kind sich gern auf Sandbänken gesonnt. Sie habe ihn immer gewarnt, es nicht zu übertreiben. Aber er habe halt schon immer seinen eigenen Willen gehabt.
    Wie viel Vermenschlichung von Tieren wollen wir eigentlich noch betreiben?

  • Nicht nur der Buckelwal ist falsch abgebogen

    Nicht nur der Buckelwal ist falsch abgebogen

    auch eine Menge Menschen in unserer Gesellschaft hat den Kompass verloren.
    Der Buckelwal ist offensichtlich nicht in der Lage, gemäß seines Instinktes und seiner Triebe, in Gewässer zurückzukehren, in denen er leben kann. Er wird wohl sterben. Er wird sterben wie täglich viele, viele andere Tiere in dieser Welt. Er wird sterben, so wie auch täglich viele Menschen in der Welt sterben.
    Aber nun liegt dieses Tier für alle Fernsehzuschauer gut sichtbar auf einer Sandbank. Eine riesige Rettungsmaschinerie wurde in Gang gesetzt, um diesem einzelnen Tier eine Lebensverlängerung zukommen zu lassen. In der 1. Phase hat das 40.000 € gekostet zuzüglich nicht veranschlagter Organisationskosten.
    Und nun wird durch eine Privatinitiative noch mal eins drauf gesetzt.
    Mit den eingesetzten Geldsummen könnte man 300 mangelernährte Kinder ein Jahr lang vor dem Verhungern retten. Man könnte auch, grob geschätzt, 10 Jahre lang eine Patenschaft für 20 Kinder finanzieren. Diese würden dadurch umfassend gefördert, ihnen würde Schulbildung ermöglicht und durch diese Patenschaften würden in den Projekten in ihren Dörfern auch noch viele lebensfördernde Maßnahmen verwirklicht.
    Aber die Unterscheidung von Mensch und Tier ist großenteils verloren gegangen. Im Wertekompass wird nicht mehr zwischen Mensch und Tier unterschieden. Man kennt jetzt ja auch den Namen des Buckelwals. Er heißt „Timmy“. So hat ihn schon seine Mutter genannt!
    Ein Innenminister wird heftig beschimpft, weil er gesagt hat, der Wal habe sich dieses Schicksal selbst gewählt. Ja, dafür kann man ihn kritisieren. Nicht weil er herzlos ist, sondern weil er nicht weiß, dass ein Tier nach Trieb und Instinkt handelt und eben nicht mit freiem Willen Entscheidungen trifft.
    Dass dieses System der Steuerung bei diesem Tier nicht mehr funktioniert hat (und funktioniert), ist bedauerlich. Es ist darüber hinaus natürlich bedauerlich, dass der Tod in der Welt ist und es ist überaus aufschlussreich, zu verstehen, wie der Tod in die Welt kam. (Man lese Genesis 3 im Alten Testament. Siehe auch Gen. 3, 1-24 Adam erzählt)
    Hunger kennen wir nicht. Unsere Vorfahren hätten sich über die seltene einfache Beute gefreut. Ein ganzes Dorf hätte für einen ganzen Winter Nahrung gehabt, mindestens. Nur mal so grob geschätzt.