Sehr geehrte Damen und Herren
leider muss ich Sie auf einen bedauerlichen Irrtum hinweisen. Sie meinten, mein Auto wäre xxxx € wert. Das war ein schwerer Fehler es ist nämlich xxxxx € wert, also ca. 40 % mehr.
Eine Sache ist immer so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu zahlen. Und durch den Verkauf hat sich der wahre Wert meines Autos herausgestellt.
Aber, ich muss es ihnen sagen, ich hatte schon gleich Bedenken, dass dieser Ralf Schumacher der ziellos durch die Straßen eilt und hofft, von irgendjemand vielleicht erkannt zu werden (bei B Promis ist dass ja nicht so selbstverständlich. Deshalb nennen Sie in der Werbung ja auch immer seinen Namen!), sich mit Gebrauchtwagenspreisen wirklich auskennt.
Einen Vorteil hat der Service von Ralf Schumacher dann doch: Man lässt sich von Ihnen den Preis sagen, schlägt 40 % drauf (diese Erfahrung habe ich schon zweimal gemacht) und hat eine gesunde Preisvorstellung, was man erwarten kann. Insofern vielen Dank! Das hat sich für mich gelohnt.
Mit gut kalkuliertem Grüßen
Volker Glaser
Autor: Volker Glaser
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Kleiner Brief an „Wir kaufen dein Auto.de“
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Knoten in der Stromleitung
Ja, Energie ist teuer geworden.
Kein Wunder, wenn ein mächtiger Präsident einen souveränen Staat, für dessen Bestand in den bisherigen Grenzen sich sein Land verpflichtet hat, („Budapester Memorandum“) ein Nachbarland mit Krieg überzieht und wenn er anschließend die Unterstützer dieses angegriffenen Landes unter Druck setzt, ihre Unterstützung einzustellen.
Kein Wunder, wenn ein anderer mächtiger Präsident, (der allerdings nicht so schlau ist wie der Erste) einen anderen Krieg beginnt, für den er eigentlich keinen Plan hat und der für ihn zum Bumerang wird und in der Folge der Ölpreis steil nach oben geht.
Was soll man tun? AfD und BSW propagieren die Unterwerfung unter Putin.
Und wenn man nicht von Diktatoren oder Möchtegerndiktatoren erpresst werden möchte?
Die begrenzten fossilen Ressourcen werden auf Dauer nicht billiger werden und kurzfristig immer wieder der Willkür mächtiger Menschen unterworfen sein.
Eine dezentrale Energieversorgung durch erneuerbare Energien wird Abhilfe schaffen.
Aber, so hört man überall das Geschrei, die Erneuerbaren haben doch die Strompreise so hochgetrieben. Diese hohen Kosten für Einspeisevergütungen, für Abschaltungen usw. usw., schrecklich!
Ist das so? Googeln Sie doch mal: „Haben die erneuerbaren Energien die Preise für Strom gesenkt?“ Prüfen Sie die dort genannten Argumente.
Da kann eine Regierung doch nur alles daransetzen, die erneuerbaren Energien zu fördern und die aktuell noch damit verbundenen Probleme (zu geringe Speicherkapazitäten, zu schwache Netze…) zu lösen.
Tut sie das? Was tut die Bundeswirtschaftsministerin?
Im Wikipediaartikel über Katharina Reiche (https://de.wikipedia.org/wiki/Katherina_Reiche) kann man im Abschnitt „Energiepolitik“ nachlesen, was zurzeit geschieht und was geplant ist.
Das liest sich eher wie eine Energiewendeverhinderungspolitik.
Statt das Bauen größerer Speicher zu fördern, statt es den Verteilnetzbetreibern zu erlauben Batteriespeicher zu betreiben, statt den Ausbau auch vieler kleiner Anlagen zu fördern, statt bidirektionales Laden von Kraftfahrzeugen zu ermöglichen, statt … … macht die Wirtschaftsministerin gewissermaßen Knoten in die Leitungen.
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Fabrik, die 1000 t eines begehrten Produktes in einer bestimmten Zeiteinheit herstellen kann. Sie haben aber nur Lkws, die maximal 250 t abtransportieren können. Was scheint Ihnen sinnvoller? Lkws kaufen und die Transportkapazität erhöhen oder die Fabrik abregeln? Kann das mal jemand Frau Reiche erklären?
Nun, Flacker-Alice (Sie wissen Alice Weidel spricht ständig vom Flackerstrom, wenn es um die Erneuerbaren geht.) hat sicher ihre Freude daran. (siehe auch umdenkenundglauben.de/afd-veranstaltung-in-bad-duerkheim/
Die Einspeisevergütung für kleinere Anlagen soll, wenn auch in Stufen abgeschafft werden. Nun bei einer freien Direktvermarktung kann man sicherlich mindestens die gleichen Preise erzielen. Das macht aber mehr Mühe und birgt ein gewisses Marktrisiko. Es ist zu erwarten, dass etliche Menschen keine PV-Anlage errichten lassen, weil sie dieses Risiko scheuen.
Darüber hinaus aber soll die eingespeiste Menge für jede Anlage gedeckelt werden. Das verhindert dann auch das zeitversetzte Einspeisen in der möglichen Menge.
Dazu sagen dann sogar Netzbetreiber, dass eine starre Begrenzung technisch überholt sei. „Statt „dumm zu drosseln, müsse netzdienlich und dynamisch gesteuert werden.“ (https://www.energie-experten.org/news/eeg-2027-einspeise-leistung-soll-auf-50-prozent-gedrosselt-werden ).
Um im oben genannten Beispiel zu bleiben: Es wird verboten, die nötige Zahl von Lkws einzusetzen.
Nein, die erneuerbaren Energien werden nicht alle Probleme in diesem Bereich lösen. Menschen, die sich für Ihren Ausbau einsetzen, sind auch, anders als es eine Aktion unserer Landeskirche behauptet (Ev. Kirche der Pfalz), keine Weltretter.
Viele Probleme am Energiemarkt können die erneuerbaren Energien aber schon lösen, wenn man sie nicht einschnürt.
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Das wird man doch noch sagen dürfen
An der Tür zur Arztpraxis hängt ein kleiner Zettel, der darüber informiert, dass die Praxis erst 20 Minuten später öffnet, weil man eine dringende interne Besprechung machen muss. Die Wartenden sammeln sich vor der Tür. Einer liest den Zettel und sagt sinngemäß typisch für Deutschland, nichts funktioniert. Das will ich so nicht stehen lassen und weise darauf hin, dass in Deutschland sehr wohl einiges funktioniert. Wir haben vielleicht unterwegs ein paar Verkehrsverdichtungen erlebt, aber wir konnten auf ordentlichen Straßen mit komfortablen Autos hierher gelangen. Ja, wir warten vor der Praxistür, aber gleich werden wir auf hohem Niveau medizinisch behandelt werden und ein Krankenkassensystem ermöglicht uns diese Versorgung, ohne uns finanziell zu ruinieren. Der Staat funktioniert sehr wohl. Einer Frau ist das schon zu viel. Mit einem wie mir (der nicht in das allgemeine Gejammer und Gemotze einstimmen will) will sie nicht reden. So bekundet sie es. Hat sie Angst, dass sich ihre Geborgenheit in der Meinungsblase störe? Bloß nicht andere Gedanken an sich heranlassen! Vielleicht könnte sogar die heiße Luft aus ihrer Meinungsblase entweichen? Vielleicht sogar ihre letzte Wahlentscheidung infrage gestellt werden?
Ihr Mann ist etwas gelassener. Wir reden darüber, was sich in unserem Land verändert hat. Wir kommen auf Fragen zu politischen Kompromissen, auf Einstellungen zu Arbeitsmoral, zum Mut Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen. Wir reden über überzogene Erwartungen an den Staat.
Jetzt wären eigentlich die richtig spannenden Fragen dran gewesen. Warum sind viele Menschen mit ihrem Leben unzufrieden? Warum suchen Menschen in dieser Welt ein unbegrenztes, vollkommenes Leben, kurz das Paradies? Jetzt wäre darüber zu reden gewesen, dass Menschen, ihre tiefsten Lebensfragen, nach Sinn und Ewigkeit, nach getrostem Umgang mit begrenzter Lebenszeit und begrenzten Ressourcen, nicht gelöst haben. Und es wäre darüber zu reden gewesen, dass kein Staat diese Lebensfragen lösen kann. Aber die Tür öffnet sich, und alles geht den erwarteten Gang.
In einem Zeitungskommentar war zu lesen: „Die Menschen wünschen sich … einen weitgehend sorgenfreien Alltag.“
Genau das kann Politik nicht leisten. Sie kann es nicht, weil mächtige böse Menschen zu viel Unheil anrichten. Sie kann es nicht, weil viele weniger mächtige Menschen auch böse sind und zuerst an sich und ihre Interessen denken und diese Interessen eben nicht übereinstimmen.
Sie kann es aber vor allem nicht, weil es übermenschlich wäre, ein Paradies zu schaffen, in dem man sorgenfrei leben kann. Das Paradies gab es woanders und wird es woanders geben, aber das ist ein anderes Thema.
Auch wenn kein Land dieser Welt ein Paradies ist, ist es trotzdem verkehrt, alles schlecht zu reden oder wie es Politiker von radikalen Parteien in einer Diskussion taten, von (in diesem Fall Sachsen-Anhalt) einem „Land im Chaos“ zu reden.
Nein, es ist nicht alles schlecht, und die Verantwortlichen sind nicht alle unfähig und böse und das muss dann auch mal gesagt werden, vielleicht auch im Flur in einer Warteschlange vor einer Arztpraxis. -
Nachdenken über Religion im Autohaus
Ich hole das neu erworbene Auto im Autohaus ab. Der Verkäufer fragt: „Sie haben das Geld ja schon überwiesen?“ Ich frage zurück: „Haben Sie das nicht kontrolliert?“ Darauf der Verkäufer: „Ich bin ja überzeugter Atheist, aber ich habe gesehen, dass sie einen frommen Blog schreiben. Da glaube ich Ihnen das mal.“
Im Nachhinein kommen mir so manche Gedanken. Bei all dem, was Schlechtes über fromme Leute gesagt wird, ist es doch offensichtlich, dass man den Frommen auch manch Gutes zutraut, z. B. Ehrlichkeit. Das entspricht ja durchaus auch meiner Erfahrung. In Hotels schließe ich natürlich mein Zimmer ab, wenn ich es verlasse. In christlichen Freizeitheimen, wo nur fromme Leute zu einer christlichen Veranstaltung zusammen sind, da spar‘ ich mir das Abschließen.
Aber dann kommt ein weiterer Gedanke: Ist es nicht traurig, dass ein überzeugter Atheist in einen Angehörigen seiner eigenen Weltanschauung nicht so viel Vertrauen hat, als in den Angehörigen einer Weltanschauung, die er ablehnt? Heißt das nicht, dass er seiner eigenen Weltanschauung, seinem eigenen Glauben nicht so viel Gutes zutraut, wie einem Glauben, den er nicht teilt?
Also mir ist eine Weltanschauung, deren Anhängern ich mehr vertrauen kann, schon lieber. -

Alice Weidel hat gelogen
Wenn Politiker etwas Falsches sagen, gibt es ja grundsätzlich immer zwei Möglichkeiten. Entweder die Person weiß es nicht besser, ist also je nach Situation unwissend, schlecht informiert, dumm, nicht lernwillig … Solche Menschen sind zwar möglicherweise ehrlich, aber eben auch unfähig, Ämter zu übernehmen.
Die Alternative ist, der Mensch, der etwas Falsches sagt, weiß, wie die Dinge liegen, sagt aber bewusst etwas Falsches. Er lügt also.
Gestern Abend (6.9.2026) behauptete Frau Weidel im deutschen Fernsehen, dass es so etwas wie den Verfassungsschutz ja in anderen Ländern gar nicht gäbe. Das ist so grob falsch, dass man beim besten Willen sich nicht vorstellen kann, dass sie es nicht besser weiß. Eine erste kleine Antwort mit KI hätte Frau Weidel schon eines Besseren belehrt: „Der deutsche Verfassungsschutz hat als reiner Inlandsgeheimdienst seine Entsprechung in fast allen demokratischen Staaten.“
Das weiß sie!
Dass diese Dienste in anderen Ländern logischerweise anders heißen, ist ja wohl selbstverständlich.
In den von der AfD ganz besonders hochgeschätzten Ländern hat der Verfassungsschutz allerdings noch ganz andere Möglichkeiten. In den USA liegen die vergleichbaren Aufgaben beim FBI. Im Gegensatz zum Bundesamt für Verfassungsschutz hat das FBI polizeiliche Vollzugsrechte und darf keineswegs nur beobachten. Und in dem Land, dessen politischem Führer die AfD ganz besonders huldigt und zu dem sie Deutschland wieder in Abhängigkeit bringen möchte, heißt der Geheimdienst FSB. Welche Macht und Bedeutung der in Russland hat, sollte wirklich jedem bekannt sein.
Also kurz zusammengefasst:Frau Weidel hat gelogen.
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Stockholmsyndrom?
Angesichts der bevorstehenden besonderen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt habe ich mir die Diskussion der Spitzenkandidaten bei MDR angeschaut.
Ein paar Aussagen, die ich gehört habe, lassen mich ratlos zurück. Genauer gesagt sind es nicht die Aussagen der Spitzenkandidaten, sondern die Tatsache, dass man mit diesen Positionen Wähler hinter sich scharen kann.
AfD und BSW sind dafür, für billiges Gas (trotz der daraus folgenden Erpressbarkeit) über den von Russland begonnenen Krieg in der Ukraine freundlich hinwegzusehen. Die beiden Parteien zusammengenommen gefällt das knapp der Hälfte der Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt. Hat man nicht genug Erfahrung mit Diktatur und Bevormundung aus dem Osten gemacht? Hat man sich im Sinne des Stockholmsyndroms mit den Unterdrückern verbunden? Warum bringt man diese unterwürfige Freundlichkeit gegenüber Russland auf? Dabei blendet man aus, dass Russland selbst den Gashahn zugedreht hat und dass der Gasspeicher, den Gazprom betrieben hat zu Beginn des Ukrainekrieges schon mal vorauswissend, was geschehen wird, leer war.
Der Spitzenkandidat der AfD Siegmund sagt als Abhilfe gegen Facharbeitermangel „es muss ja nicht jeder Abitur machen“. Im Laufe der Diskussion wird dann die Information gegeben, dass es in diesem Jahr nicht mal 5000 junge Leute waren, die in Sachsen-Anhalt Abitur gemacht haben.
Sollten die anderen Parteien insgesamt eine knappe Mehrheit der Sitze im Landtag bekommen, bleibt vollkommen offen, wie daraus eine Regierungskoalition werden könnte. Die Spitzenkandidaten der Parteien können diese Frage schlichtweg nicht beantworten.
Kandidaten der beiden vorgenannten Parteien bezeichnen Sachsen-Anhalt als Land im Chaos. Bei allen Missständen, die es gibt und bei all den Problemen, die das Land hat, kann eine solche Bezeichnung wohl nur jemand gebrauchen, der auch nicht ansatzweise weiß, was Chaos ist. (Duden: Abwesenheit, Auflösung aller Ordnung; völliges Durcheinander) welche Sicht auf ihr Land haben Menschen, die solche Politiker wählen wollen? Auch wenn Sachsen-Anhalt ein Land ist, das auch aufgrund seiner Geschichte im letzten Jahrhundert, viele Probleme hat, fragt man sich, wie Wahlberechtigte dazu kommen, ihr Land so zu sehen (und entsprechend denkende Politiker zu wählen)? Wenn Menschen ihre Hoffnung darauf setzen, dass Politiker Ihnen das Paradies schaffen (weil sie ein anderes Paradies sich nicht vorstellen und nicht daran glauben können?) dann hat es die Demokratie, die immer nur Kompromisse zwischen widerstrebenden Positionen erzielen kann, schwer.
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Schöner Wohnen mit Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano
Ich habe in meinem Blog ja schon manches über die AfD geschrieben und einige seltsame Aussagen und Absichten dieser Partei aufs Korn genommen. Heute richte ich den Blick mal mehr nach links.
Jeder, der schon mal eine Wohnung gesucht hat und der gemerkt hat, dass das Angebot viel kleiner ist als die Nachfrage, jeder der festgestellt hat, dass dadurch die Mietpreise in einer Höhe liegen, die ihn vom Markt ausschließen, weiß wie bedrohlich es ist, keine akzeptable Wohnung zu finden. Das Bedürfnis nach einem Zuhause gehört zu den Grundbedürfnissen von Menschen.
Der Trend der vergangenen (und möglicherweise auch der kommenden Jahre) zu immer kleineren Haushalten, zu weniger Zusammenwohnen von mehreren Generationen, zu mehr Singlehaushalten hat den Wohnungsmangel verstärkt. Lösungen sind nicht einfach. Bauen ist teuer, auch weil man einfach großzügige Ansprüche an seinen Wohnraum hat, auch weil man auf (Umwelt) Standards nicht verzichten will, weil man nicht mehr Flächen für Wohngebiete erschließen will, weil man auch nicht grenzenlos weiter verdichten kann. Grünflächen sollen ja auch noch bestehen bleiben.
Schön, dass die Linke das Rezept gefunden hat. Vergesellschaften von Wohnraum! Wohnungsbaugesellschaften stehen hier am meisten im Visier. Wieso die Vergesellschaftung von Immobilien AG’s mehr Wohnraum schafft, konnte Herr Pantisano im ZDF Sommerinterview in diesen Tagen nicht erläutern. Das kann ich auch nicht. Ich kann aber erläutern, wohin das Konzept führen wird: Die vergesellschafteten Wohnungen werden günstiger vermietet. Mit den geringeren Mieteinnahmen wird man die Wohnungen schwerlich in gutem Zustand erhalten, geschweige denn modernisieren können. Wohin ein reglementierter Wohnungsmarkt steuert, konnte man in der DDR im Feldversuch sehen. Private Vermieter, die nur sehr niedrige Mieten nehmen durften, haben keinen Aluchip (Mark der DDR) mehr in ihre Wohnungen gesteckt. Wer solche Wohnungen nach Jahrzehnten gesehen hat, der weiß, was Verfall ist.
Weil diese Rechnung nicht aufgeht, muss der Staat wohl Geld in seine „vergesellschafteten“ Wohnungen stecken. Dieses Geld muss er sich irgendwo nehmen. Super, dass es noch Milliardäre gibt. Für die Linke sind sie gewissermaßen das Tagesgeldkonto des Staates. Nach eigenen Aussagen sollte es Milliardäre aber nicht geben. Das Tagesgeldkonto wird dann also irgendwann leer geräumt sein.
Immer wieder ist zu lesen, dass die Linke besonders bei jungen Menschen gut ankommt. Das ist auch in keiner Weise anders zu erwarten. Ältere Menschen, die sich noch erinnern können, wie das ist, wenn nicht nur Wohnungen, sondern auch Fabriken u. a. m. vergesellschaftet werden, kommen doch mehr ins Nachdenken. Das Ergebnis hieß realexistierender Sozialismus und hatte fortlaufenden Erfolg. Es hat so gut funktioniert, dass die Menschen irgendwann nach Kapitalismus verlangten.
Da Menschen nicht einfach von Natur aus sozial sind, muss man den Markt an vielen Stellen regeln. Man nennt das soziale Marktwirtschaft und die Bundesrepublik ist in der Vergangenheit damit ja nicht schlecht gefahren. So muss der Staat auch in Bezug auf den Wohnungsbau regulieren.
Indem man Menschen, die die Möglichkeit haben, in den Wohnungsbau zu investieren, abschreckt, wird man das Problem aber nicht lösen. -
Umgang mit Gefährdern – kleine Nachfragen
Nach dem Anschlag beim CSD in Berlin meldeten sich viele Politiker und andere Experten mit Vorschlägen zu Wort, was zur Verhinderung solcher Anschläge zu tun ist. In den Medien wurde auch derAfD Bundestagsabgeordnete Martin Hess zitiert. Wenig überraschend plädiert er alle islamistischen Gefährder in Gewahrsam zu nehmen und , falls es Ausländer sind,sie abzuschieben, falls sie Deutsche sind, sie in Präventivhaft zu nehmen. Ich habe da aber noch eine Frage:
Sehr geehrter Herr Hess,
in diesen Tagen habe ich, im Zusammenhang des Anschlages in Berlin ihr Statement zum Umgang mit islamistischen Gefährdern in den Medien wahrgenommen. Grundsätzlich, kann ich ihre Überlegungen nachvollziehen. Wieso in dem Fall des Berliner Attentäters eine Bewährungsstrafe nach Jugendstrafrecht ausgesprochen wurde, verstehen viele Menschen nicht.
Interessieren würde mich jetzt aber darüber hinaus ihre Meinung zu folgender Fragestellung: Sind Sie auch dafür, rechtsradikale Gefährder vorbeugend in Haft zu nehmen?
Gerade wurden rechtsradikale Gewalttäter in Hamburg nach Jugendstrafrecht verurteilt, obwohl ein Teil der Angeklagten zum Zeitpunkt der Tatausübung bereits volljährig war.
Auch im Zusammenhang des Urteils wurde von Deradikalisierungsmaßnahmen gesprochen, von denen sie nicht viel halten. Wäre hier nicht auch ein härteres Vorgehen notwendig? Wie wird man gewährleisten, dass diese Täter ihre Taten nicht wiederholen? Natürlich kenne ich die Prozessakten des Falles nicht und kann die Täter so nur nach dem Gefahrenpotenzial ihrer Taten einschätzen. Und natürlich ist es grundsätzlich nicht einfach einzuschätzen, wer ein „Gefährder“ ist und weiterhin sein wird.
Laut Verfassungsschutzbericht trifft die Einschätzung „rechtsextremer Gefährder“ auf 65 Personen zu. Was soll mit denen geschehen? Und derselben Quelle kann man entnehmen, dass im vergangenen Jahr täglich im Durchschnitt 101 rechtsextremistische Straftaten begangen wurden. Es handelt sich also um ein nicht unwesentliches Problemfeld.
Sind Sie mit mir der Meinung, dass in diesen Fällen genauso vorgegangen werden sollte wie bei islamistischen und sonstigen Gefährdern?
Zu Recht wurden in der Vergangenheit Vereine und Organisationen, die islamistisch tätig waren, verboten, um weitere Radikalisierungen zu verringern. Sind Sie mit mir der Meinung, dass auch gegen rechtsextremistische Umtriebe stärker vorgegangen werden muss?
Und sind Sie mit mir der Meinung, dass unabhängig von der Anzahl der betroffenen Personen dasselbe Recht gelten muss?
Mit sicherheitsbewussten Grüßen
Volker Glaser
Und hier die Antwort von Herrn Hess: „ “
Keine Antwort ist auch eine Antwort. Da selbst ein einfaches Ja auf die gestellte erste Frage ausblieb, dürfen wir also davon ausgehen, dass rechtsradikale Gefährder ihm nicht als Problem erscheinen.
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„Brüssel ringt um Sanktionen gegen Israel“
so war ein Artikel in der Regionalzeitung „Die Rheinpfalz“ vom 13. Juli 2026 überschrieben. Darin wird berichtet, wie die Regierungen der EU Staaten diskutieren, ob man Israel wegen des Vorgehens im Gazastreifen und wegen der Siedlungspolitik mit Sanktionen belegen soll. Einige Staaten fordern das vehement, andere sind dagegen.
Meine Meinung dazu:
Die Politik des Staates Israel kann man aus guten Gründen kritisieren.
Man kann sich aber zusätzlich auch bemühen, sie zu verstehen. Der Staat Israel musste von Anfang an um sein Bestehen kämpfen. In Israel standen sich immer die Tauben und die Falken gegenüber. Mit den Tauben sind Menschen gemeint, die mehr Nachgeben bereit sind. Die Falken dagegen setzen auf Überlegenheit und Macht. Da die Nachgiebigkeit der Tauben in der Vergangenheit meist nicht belohnt wurde (Was hat es Israel gebracht, sich aus dem Gazastreifen zurückzuziehen?) haben die Falken zurzeit die Macht in Israel in Händen. Es ist eben einfach eine schwierige Situation, wenn Nachbarn einen umbringen wollen.(siehe auch: Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar will Sie umbringen)
Dass man in einer solchen Situation auch ungerecht und maßlos handelt, sollte verstehbar sein.
Und man kann auch überlegen, welchen Anteil an der Problematik im Nahen Osten das eigene Land und die eigenen Vorfahren haben.
Die Juden haben ja nicht aus einer Laune heraus beschlossen, wieder im Land Israel zu siedeln und einen Staat zu gründen. Seit der Vertreibung aus dem Land Israel durch die Römer waren sie ja auf viele Länder zerstreut. Über Jahrhunderte kam es in diesen Ländern aber immer wieder zu Verfolgungswellen, teils durch Pogrome, teils durch angeordnete Verfolgungen und Vertreibungen. Daran haben die meisten europäischen Länder ihren Anteil. Der Holocaust war dann noch einmal eine ungeheuerliche Steigerung vieler vorausgegangener Verfolgungen.
Wenn nun europäische Länder sich moralisch über Israel stellen und nicht sehen, welche Wurzeln dies alles hat, kann ich das nicht verstehen.
Im Artikel wird darauf hingewiesen, dass Spanien sich besonders hervortut Israel zu verurteilen. In der Wikipedia heißt es lapidar: „Spanien hatte sein „Judenproblem“ schon gegen Ende des Mittelalters „gelöst“. Nach dem Alhambra-Edikt vom 31. März 1492 mussten alle Juden, sofern sie sich nicht taufen ließen, binnen dreier Monate das Land verlassen.“ Und in der Folgezeit hat die spanische Inquisition, versucht, alle konvertierten Juden ausfindig zu machen, die ihren alten Glauben nicht wirklich abgelegt hatten. Die spanische Inquisition wird üblicherweise der Kirche angelastet, und ja, der Papst hat sie genehmigt. Es war aber im Wesentlichen eine Aktion der spanischen Krone.
Spanien ist aber hier nur ein Beispiel, andere europäische Länder könnte man anreihen.
Aktuell sollte man auch nicht vergessen, zu fragen, welche Teile des Gaza-Waffenstillstands¬abkommens erfüllt wurden und welche nicht. Hat die Hamas Waffen abgegeben?
Ausgewogene und geschichtsbewusste Betrachtungen und Handlungen wären angemessen. -

Die Widersprüche in der Bibel sind nicht auszuhalten
Die Bibel ist voller Widersprüche.
– Die Bibel widerspricht unserem egoistischen Lebensstil und fordert uns auf, unseren Mitmenschen zu lieben wir uns selbst. (z. B. Matthäus 22,39)
– Die Bibel widerspricht unserer Illusion, dass wir dem Tod entgehen könnten, wenn wir nicht dran denken und sagt uns, dass wir erst klug leben werden, wenn wir bedenken, dass wir sterben müssen. (Psalm 90, 12)
– Die Bibel widerspricht unserer Vorstellung, wir könnten mit Besitz unser Leben absichern und weist uns darauf hin, dass alle Schätze dieser Welt vergänglich sind. Wenn nicht „Motten und Rost“ (Matthäus 6, 19+20) (oder der technische Fortschritt, der sie veralten lässt, die Inflation, ein Aktiencrash oder, oder, oder) sie vernichten, werden wir spätestens, wenn wir sterben, nichts mehr davon haben.
– Die Bibel widerspricht unserem Glauben, dass die Dinge, die uns am wichtigsten sind, Gott ersetzen könnten und mahnt uns, nicht vergängliche Dinge zu Götzen zu erheben. (z. B. 1. Samuel 12,21 „…und folgt nicht den nichtigen Götzen nach; denn sie nützen nicht und können nicht erretten, weil sie nichtig sind.)
– Die Bibel widerspricht unseren Allmachtsfantasien, dass wir die Welt beherrschen könnten und mahnt uns: „Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“(Psalm 127,1).
– Die Bibel widerspricht unserer Vorstellung, dass wir selbst entscheiden können, was gut und richtig ist und sagt uns: „Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist, Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8).
– Die Bibel widerspricht unserer Behauptung, unser Verhalten sei gut und wir bräuchten uns nicht zu ändern und sagt uns, dass keiner so gelebt hat, dass er vor Gottes Urteil bestehen könnte. (Römerbrief 3,10)
Ich habe schon viele Begründungen gehört, warum Menschen nicht in der Bibel lesen. Der Grund könnte aber auch sein, dass man diese Widersprüche, die die eigenen Positionen so sehr infrage stellen, nicht hören möchte.