Autor: Volker Glaser

  • „Brüssel ringt um Sanktionen gegen Israel“

    so war ein Artikel in der Regionalzeitung „Die Rheinpfalz“ vom 13. Juli 2026 überschrieben. Darin wird berichtet, wie die Regierungen der EU Staaten diskutieren, ob man Israel wegen des Vorgehens im Gazastreifen und wegen der Siedlungspolitik mit Sanktionen belegen soll. Einige Staaten fordern das vehement, andere sind dagegen.
    Meine Meinung dazu:
    Die Politik des Staates Israel kann man aus guten Gründen kritisieren.
    Man kann sich aber zusätzlich auch bemühen, sie zu verstehen. Der Staat Israel musste von Anfang an um sein Bestehen kämpfen. In Israel standen sich immer die Tauben und die Falken gegenüber. Mit den Tauben sind Menschen gemeint, die mehr Nachgeben bereit sind. Die Falken dagegen setzen auf Überlegenheit und Macht. Da die Nachgiebigkeit der Tauben in der Vergangenheit meist nicht belohnt wurde (Was hat es Israel gebracht, sich aus dem Gazastreifen zurückzuziehen?) haben die Falken zurzeit die Macht in Israel in Händen. Es ist eben einfach eine schwierige Situation, wenn Nachbarn einen umbringen wollen.

    (siehe auch: Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar will Sie umbringen)

    Dass man in einer solchen Situation auch ungerecht und maßlos handelt, sollte verstehbar sein.
    Und man kann auch überlegen, welchen Anteil an der Problematik im Nahen Osten das eigene Land und die eigenen Vorfahren haben.
    Die Juden haben ja nicht aus einer Laune heraus beschlossen, wieder im Land Israel zu siedeln und einen Staat zu gründen. Seit der Vertreibung aus dem Land Israel durch die Römer waren sie ja auf viele Länder zerstreut. Über Jahrhunderte kam es in diesen Ländern aber immer wieder zu Verfolgungswellen, teils durch Pogrome, teils durch angeordnete Verfolgungen und Vertreibungen. Daran haben die meisten europäischen Länder ihren Anteil. Der Holocaust war dann noch einmal eine ungeheuerliche Steigerung vieler vorausgegangener Verfolgungen.
    Wenn nun europäische Länder sich moralisch über Israel stellen und nicht sehen, welche Wurzeln dies alles hat, kann ich das nicht verstehen.
    Im Artikel wird darauf hingewiesen, dass Spanien sich besonders hervortut Israel zu verurteilen. In der Wikipedia heißt es lapidar: „Spanien hatte sein „Judenproblem“ schon gegen Ende des Mittelalters „gelöst“. Nach dem Alhambra-Edikt vom 31. März 1492 mussten alle Juden, sofern sie sich nicht taufen ließen, binnen dreier Monate das Land verlassen.“ Und in der Folgezeit hat die spanische Inquisition, versucht, alle konvertierten Juden ausfindig zu machen, die ihren alten Glauben nicht wirklich abgelegt hatten. Die spanische Inquisition wird üblicherweise der Kirche angelastet, und ja, der Papst hat sie genehmigt. Es war aber im Wesentlichen eine Aktion der spanischen Krone.
    Spanien ist aber hier nur ein Beispiel, andere europäische Länder könnte man anreihen.
    Aktuell sollte man auch nicht vergessen, zu fragen, welche Teile des Gaza-Waffenstillstands¬abkommens erfüllt wurden und welche nicht. Hat die Hamas Waffen abgegeben?
    Ausgewogene und geschichtsbewusste Betrachtungen und Handlungen wären angemessen.

  • Die Widersprüche in der Bibel sind nicht auszuhalten

    Die Widersprüche in der Bibel sind nicht auszuhalten

    Die Bibel ist voller Widersprüche.

    Die Bibel widerspricht unserem egoistischen Lebensstil und fordert uns auf, unseren Mitmenschen zu lieben wir uns selbst. (z. B. Matthäus 22,39)
    Die Bibel widerspricht unserer Illusion, dass wir dem Tod entgehen könnten, wenn wir nicht dran denken und sagt uns, dass wir erst klug leben werden, wenn wir bedenken, dass wir sterben müssen. (Psalm 90, 12)
    Die Bibel widerspricht unserer Vorstellung, wir könnten mit Besitz unser Leben absichern und weist uns darauf hin, dass alle Schätze dieser Welt vergänglich sind. Wenn nicht „Motten und Rost“ (Matthäus 6, 19+20) (oder der technische Fortschritt, der sie veralten lässt, die Inflation, ein Aktiencrash oder, oder, oder) sie vernichten, werden wir spätestens, wenn wir sterben, nichts mehr davon haben.
    Die Bibel widerspricht unserem Glauben, dass die Dinge, die uns am wichtigsten sind, Gott ersetzen könnten und mahnt uns, nicht vergängliche Dinge zu Götzen zu erheben. (z. B. 1. Samuel 12,21 „…und folgt nicht den nichtigen Götzen nach; denn sie nützen nicht und können nicht erretten, weil sie nichtig sind.)
    Die Bibel widerspricht unseren Allmachtsfantasien, dass wir die Welt beherrschen könnten und mahnt uns: „Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“(Psalm 127,1).
    Die Bibel widerspricht unserer Vorstellung, dass wir selbst entscheiden können, was gut und richtig ist und sagt uns: „Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist, Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8).
    Die Bibel widerspricht unserer Behauptung, unser Verhalten sei gut und wir bräuchten uns nicht zu ändern und sagt uns, dass keiner so gelebt hat, dass er vor Gottes Urteil bestehen könnte. (Römerbrief 3,10)


    Ich habe schon viele Begründungen gehört, warum Menschen nicht in der Bibel lesen. Der Grund könnte aber auch sein, dass man diese Widersprüche, die die eigenen Positionen so sehr infrage stellen, nicht hören möchte.

  • Skandal! Evangelikale in der Nationalmannschaft

    Ein paar Christen beten nach einem Fußballspiel sichtbar auf dem Platz. Und die Aufregung ist groß.
    Aufregend daran ist allerdings vor allem die Erkenntnis, wie viel Unwissen in unserer Gesellschaft über den christlichen Glauben herrscht, welche Positionen des Unglaubens eingenommen und wie sie verteidigt werden und letztendlich wie sehr die aktive Religionsfreiheit infrage gestellt wird.
    Ja, ja jeder darf, das betonen die Schreiber, glauben, was er will. Wenn er‘s öffentlich macht, dann aber pfui Teufel, dann ist es bedrohlich. Das stört dann die Idylle des Unglaubens.
    In den Medien werden Experten zitiert, die darauf hinweisen, dass die Fußballspieler die Dreistigkeit haben, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.
    In einer großen Menge von Medienbeiträgen, die so klingen, als wären sie alle voneinander abgeschrieben, werden Experten zitiert, die auf Verbindungen irgendwelcher Evangelikaler zu irgendwelchen noch böseren Evangelikalen hinweisen oder die in Beziehungen zu politisch einflussreichen Menschen stehen.
    Dieselben Experten erklären dann auch, dass Evangelikale, die Bibel ernstnehmen, den zentralen Gedanken des Neuen Testament, dass Menschen erlösungsbedürftig sind, akzeptieren und glauben, dass diese Erlösung durch Jesus Christus geschehen ist. Wie furchtbar!
    Dass es sich hier um elementare Inhalte des christlichen Glaubens handelt, haben die Experten wohl selbst nicht verstanden.
    Die politisch einäugige Taz schreibt, dass die evangelikalen Fußballspieler einen „Christusfimmel“ haben. Sie gibt damit ein wunderbares Beispiel, dass Menschen die keine vertrauensvolle Beziehung zum dreieinigen Gott leben, angesichts des Phänomens Glauben, wie ein Blinder vor der Farbe stehen.
    Die Aufregung über die frommen Fußballer reicht bis in ein Forum von Fans meines Lieblingsfußballvereins.
    Einer fordert, dass die FIFA einschreiten muss, und unterstellt den Tätern gewissermaßen die Summe alles, in seinen Augen, Bösen:

    Die Evangelikalen sind wissenschaftsfeindlich,

    heißt es. Hhm? Ob das Isaac Newton, Blaise Pascal, oder die Nobelpreisträger Francis S. Collins: (Human Genome Project), William D. Phillips (Physik), Richard E. Smalley (Chemie) u. a. m. auch so sehen würden?
    Sind die Evangelikalen wissenschaftsfeindlich, wenn sie nach einer schöpferischen Intelligenz hinter dem Universum suchen, da die Wahrscheinlichkeit für eine rein zufällige planlose Entstehung einfach absurd gering ist?
    Wenn man dann noch genauer hinschaut, kann man erkennen, dass unter Evangelikalen sehr differenziert und klug über Fragen des Schöpfungsgeschehens und des Verständnisses der biblischen Texte diskutiert wird.


    Und sie sind „homophob“.

    Auch die Positionen zu Homosexualität unter Evangelikalen sind sehr viel differenzierter, als dass ein Kampfbegriff wie „homophob“ dem gerecht würde. Eine Phobie ist eine krankhafte Angst. Es ist Standard geworden, jedes sachliche Gespräch über Homosexualität mit diesem Kampfbegriff zu canceln.
    Ja, Felix Nmecha hat einen Post geliked, den ich auch nicht liken würde. Er hat aber auch schon längst dazu Stellung genommen. Ich bin an der Stelle geneigt, es (leicht übertragen) mit Jesus zu sagen: „Wer von euch noch nie einen zweifelhaften Post gelikt hat, der werfe den 1. Stein.“


    Ein anderer Fußballfan fügt hinzu, „Religionen haben ja auch politische und gesellschaftliche Standpunkte“. Wie wahr! Religionen stehen ja nicht außerhalb der Welt. Aber, schon mal nachgedacht, dass auch Atheismus, Unglaube, religiöse Gleichgültigkeit, politische und gesellschaftliche Standpunkte hervorbringen? Und dass diese Standpunkte keineswegs alle Positives entfachen?
    Wenn das Leben nur ein biologisches Zufallsprodukt ist, kann man damit auch anders umgehen. Wenn das größtmögliche (und einzige) Heil in dieser Welt gefunden werden muss, weil es darüber hinaus nichts gibt, muss der Staat alles tun, um dieses bisschen Heil zu ermöglichen. In unserer Gesellschaft kann man zurzeit sehen, wohin es führt, wenn Menschen spüren, dass die natürlichen Ressourcen nicht reichen, um das perfekte Glück auf Erden zu schaffen. Regierungen, die einem nicht das perfekte Glück verschaffen, haben dann schlechte Karten und die Demokratie ist gefährdet. Die Demokratie in unserem Land ist sicherlich viel weniger durch den Glauben an Gott gefährdet, als durch den Glauben an die vielen weltlichen Götzen, die an die Stelle des Glaubens an Gott getreten sind.
    Das sind politische und gesellschaftliche Konsequenzen, die aus Unglauben und damit verbundenen Werteverschiebungen ausschließlich auf Diesseitiges folgen.
    Ein weiterer Forumsteilnehmer formuliert dann: „Bei Nmecha wissen wir, dass er ein homophober Drecksack ist.“ Wenn Felix Nmecha so etwas über andere gesagt hätte, fände ich es ekelhaft.


    Ein besonderer Mist für alle, die sich über das Beten auf dem Platz aufregen, ist jetzt halt, dass dieser Felix Nmecha gerade hervorragend Fußball spielt. Echt blöd, gell?

  • Hätte Trump mal auf die kriegstaktischen Ratschläge von Jesus gehört!

    Schon Jesus hat darauf hingewiesen, dass man bevor man einen Krieg beginnt, sich überlegen soll, ob man stark genug dafür ist. Hat Trump wohl nicht gewusst und so das Desaster im Mittleren Osten angerichtet.
    Jesus (Lukasevangelium 14, 31 und 32) „Oder wenn ein König gegen einen anderen König Krieg führen will, wird er sich auch zuerst überlegen, ob er mit zehntausend Mann stark genug ist, sich den zwanzigtausend des anderen entgegenzustellen.
    Wenn nicht, tut er besser daran, dem Gegner Unterhändler entgegenzuschicken, solange er noch weit weg ist, und die Friedensbedingungen zu erkunden.“

    Aber Jesus sprach ja auch von Königen. Vielleicht hat Trump gedacht, dass dies für demokratisch gewählte Präsidenten nicht gilt. War ein Irrtum. Gerade für solche gilt es ganz besonders.

  • Das hat sich die Natur wieder toll ausgedacht.

    Das hat sich die Natur wieder toll ausgedacht.

    Ein Netz aus dicken Schnüren, könnte man meinen, dabei sind die Fäden, die das Gebilde zusammenhalten nur 0,001 bis 0,02 Millimeter dick.
    Obwohl das Material so filigran ist, bilden die Spinnfäden doch ein stabiles Netz. Da kann sich eine Menge Raureif dran hängen. Das hält das Netz ohne Probleme aus.
    Die KI weiß über Spinnenseide zu berichten: „Spinnenseide ist ein natürliches Hochleistungsmaterial, das extrem reißfest (fünfmal belastbarer als Stahl) und gleichzeitig hochelastisch ist.“
    Wie komplex das System ist, mit dem eine Spinne die Spinnenseide herstellt, kann man sich im Wikipediaartikel über Spinnenseide anschauen. https://de.wikipedia.org/wiki/Spinnenseide (dort besonders Abschnitt „Biosynthese“)
    Wenn in Naturreportagen, in Dokus im Fernsehen oder auch in gedruckten Artikeln solche erstaunlichen Fakten aus der Natur genannt werden, dann folgen oft ein paar zutiefst unsinnige Sätze. Einer den ich am meisten mag, ist „Das hat sich die Natur wieder toll ausgedacht.“ Das Faktum, dass ein in der Natur vorkommendes Phänomen eine unglaubliche Qualität hat, schreit geradezu danach, nach einer intelligenten Instanz zu suchen, die sich das ausgedacht hat. In Ermangelung anderer Optionen wird dann die Natur personalisiert. Oder der Evolution, also der Abfolge von ungeplanten Mutationen und Selektion (dem Phänomen, dass sich die Besten durchsetzen) wird planerisches intelligentes Handeln angedichtet. Die Frage, was diese Evolution geleitet hat, wird ausgeblendet.
    Der unbedingte Wille, eine intelligente Kraft hinter der Entstehung der Welt und des Lebens zu verneinen, treibt seltsame Blüten. Und manchmal lässt dieser Wille intelligente Menschen richtig dumme Sachen sagen.
    Ob der Apostel Paulus wohl recht hat, wenn er schreibt: „Weil Gott die Welt geschaffen hat, können die Menschen sein unsichtbares Wesen, seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an seinen Schöpfungswerken wahrnehmen. Sie haben also keine Entschuldigung. Obwohl sie Gott kannten, ehrten sie ihn nicht als Gott und dankten ihm nicht. Ihre Gedanken liefen ins Leere, und in ihren unverständigen Herzen wurde es finster. Sie gaben sich für besonders gescheit aus und wurden dabei zu Narren.“ (Römerbrief 1, 20-22)

  • Geld hat man nie genug

    Diskussionsrunde im Deutschlandfunk über familienpolitische Maßnahmen. Gute und weniger gute Vorschläge, Forderungen, was der Staat tun soll. Und dann der Beitrag einer Expertin, dass man sich, wenn der Staat nicht dies und das tut „Kinder ja nicht mehr leisten kann.“
    Dieser Gedanke irritiert mich dann doch sehr. In einem Land wo selbst die Ärmsten zu den 13 % der reichsten Menschen in der Welt gehören, kann man sich Kinder nicht mehr leisten? Was sollen dann die anderen 87 % der Weltbevölkerung denken, sagen und tun? Und eine weitere Frage: Konnten sich meine Eltern, mit aus heutiger Sicht sehr bescheidenen finanziellen Möglichkeiten, mich leisten? Nach heutigen Maßstäben ganz sicher nicht.
    Nur die allerwenigsten Menschen können sich nahezu alles leisten. Für die meisten ist es immer ein Umgehen mit begrenzten Ressourcen. Was man sich leisten kann, ist also eine Entscheidungsfrage. Und das führt zu der spannenderen Frage, worauf man verzichten kann, oder eben nicht verzichten kann. Vieles was wir in unserer Gesellschaft als selbstverständlich besitzen und genießen, könnte man sich auch sparen.
    Eine andere Situation: ein Gespräch unter den Sportsfreunden in der Hobby Fußballmannschaft über sehr gut bezahlte Fußballprofis. Ich äußere Unverständnis, dass Spieler die jetzt schon mehrere Millionen im Jahr verdienen, den Verein wechseln, um noch ein paar Millionen mehr zu verdienen. Darauf ein Sportsfreund: „Aber Geld hat man doch nie genug.“
    Wenn man nichts anderes hat, was lebenserfüllend ist, muss man das vielleicht so sehen. Und alles, was man sich mehr leisten wird, was man kaufen, verbrauchen oder horten kann, wird nicht genug sein. Die Reichtumsskala ist nach oben offen und verläuft nicht parallel zur Glücksskala.
    Notabene: Die Bibel, Buch Prediger 5,9 Wer geldgierig ist, bekommt nie genug, und wer den Luxus liebt, hat immer zu wenig – auch das Streben nach Reichtum ist darum vergebens!

    (Übersetzung Hoffnung für alle)

    Wer diese Gedanken musikalisch unterlegen will, der höre:
    Die Toten Hosen: warum werden wir nicht satt

    https://www.youtube.com/watch?v=EHJhQOO48OM&list=RDEHJhQOO48OM&start_radio=1

    Weitere Bibelstellen zum Thema Reichtum gibt es hier: Ein paar Bibelstellen zum Thema Reichtum

  • Sportler werben für den Glauben an Jesus

    Die Rheinpfalz am Sonntag brachte am 3. Mai 2026 einen Artikel unter der Überschrift „Im Namen des Herrn“ zu christlichen Umtrieben von Spitzensportlern.

    Mein Leserbrief dazu wurde freundlicherweise abgedruckt, allerdings massiv gekürzt, deshalb hier noch mal in ganzer Länge.

    „Na ja, da hat der Rheinpfalz Journalist ja unglaubliche Skandale aufgedeckt!
    Es gibt Sportler, die engagiert für den christlichen Glauben werben. Die beschreiben sich als Christen, die Sport machen, nicht etwa umgekehrt, die erklären Menschen, was der Karfreitag bedeutet, die erzählen Menschen von ihren Erfahrungen mit dem Gott an den sie glauben und sie sind so begeistert, dass sie andere auffordern, sich auch darauf einzulassen. Skandalös!
    Die verstehen unter christlichem Glauben nicht nur vage, die Existenz eines höheren Wesens für wahr zu halten, sondern sie leben sogar eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott.
    Und diese Menschen erdreisten sich, sich mit gleich Gesinnten zusammenzufinden und gemeinsam für ihre Überzeugung einzutreten. Und die haben aufgrund ihres Glaubens und ihrer Überzeugung auch Meinungen zu ethischen oder gesellschaftlichen Fragen! Was erlauben die sich?
    Und dann weiß der Autor zu berichten, dass eine Expertin herausgefunden hat, dass bei (evangelikalen) Christen, das Christsein im Zentrum steht, dass es keine Trennung zu anderen Sphären gibt. „Man tut alles in seinem Leben als Christ, und damit ist auch eine Missionsaufgabe verbunden.“
    Dazu musste sie forschen? Dass dies bei allen Christen so sein sollte, hätte sie auch schon in der Bibel lesen können.
    Immerhin räumt die Expertin ein, dass die Beziehung der Evangelikalen zu Donald Trump komplexer ist, als sie häufig dargestellt wird. Ja, ich habe evangelikale Freunde in den USA, die Donald Trump schlimm und peinlich finden.
    Natürlich folgen aus jeder Weltanschauung, jedem Glauben, auch ethische Konsequenzen. Diese unterscheiden sich naturgemäß von ethischen Überzeugungen, die aus anderen Quellen resultieren. Darüber kann man öffentlich diskutieren. Wenn man allerdings seinen eigenen Glauben oder im Falle des Autors Unglauben absolut setzt, dann muss einen jede Aussage, die nicht dem eigenen Glauben entspricht, bedrohlich vorkommen. Und von da aus ist es nicht weit, bis zum Spekulieren über schlimme Verschwörungen.
    Das Klischee, dass es letztlich ums Spendenwerben geht, darf in so einem Artikel natürlich auch nicht fehlen.
    „Wenn das tatsächlich zutrifft, wenn Nmecha seine Bekanntheit einsetzt, um andere Menschen von seiner Art des Glaubens zu überzeugen, dann wirft das Fragen auf.“ Ja? Welche? Nein, dann ist das ein ganz normaler Vorgang. Wie viele Prominente wurden in der Rheinpfalz schon zitiert, die ihren, oftmals wenig durchdachten, Unglauben öffentlich machten. Gefährlich ist es wohl nur, wenn Christen sich äußern.
    Aber schon in der Bibel steht, dass die Zeitgenossen der 1. Christen die christlichen Glaubensinhalte für skandalös hielten.“

  • Der Wal Timotheus

    Der Wal Timotheus

    Eigentlich heißt der in der Ostsee gestrandete Buckelwal Timotheus (nach seinem Großvater väterlicherseits). Dies ergibt sich aus der vor Hawaii gefundenen Geburtsurkunde. Aber seine Mama und seine Oma nannten ihn von Anfang an „Timmy“. Seine Großmutter sagte im Interview, er habe schon als Kind sich gern auf Sandbänken gesonnt. Sie habe ihn immer gewarnt, es nicht zu übertreiben. Aber er habe halt schon immer seinen eigenen Willen gehabt.
    Wie viel Vermenschlichung von Tieren wollen wir eigentlich noch betreiben?

  • Nicht nur der Buckelwal ist falsch abgebogen

    Nicht nur der Buckelwal ist falsch abgebogen

    auch eine Menge Menschen in unserer Gesellschaft hat den Kompass verloren.
    Der Buckelwal ist offensichtlich nicht in der Lage, gemäß seines Instinktes und seiner Triebe, in Gewässer zurückzukehren, in denen er leben kann. Er wird wohl sterben. Er wird sterben wie täglich viele, viele andere Tiere in dieser Welt. Er wird sterben, so wie auch täglich viele Menschen in der Welt sterben.
    Aber nun liegt dieses Tier für alle Fernsehzuschauer gut sichtbar auf einer Sandbank. Eine riesige Rettungsmaschinerie wurde in Gang gesetzt, um diesem einzelnen Tier eine Lebensverlängerung zukommen zu lassen. In der 1. Phase hat das 40.000 € gekostet zuzüglich nicht veranschlagter Organisationskosten.
    Und nun wird durch eine Privatinitiative noch mal eins drauf gesetzt.
    Mit den eingesetzten Geldsummen könnte man 300 mangelernährte Kinder ein Jahr lang vor dem Verhungern retten. Man könnte auch, grob geschätzt, 10 Jahre lang eine Patenschaft für 20 Kinder finanzieren. Diese würden dadurch umfassend gefördert, ihnen würde Schulbildung ermöglicht und durch diese Patenschaften würden in den Projekten in ihren Dörfern auch noch viele lebensfördernde Maßnahmen verwirklicht.
    Aber die Unterscheidung von Mensch und Tier ist großenteils verloren gegangen. Im Wertekompass wird nicht mehr zwischen Mensch und Tier unterschieden. Man kennt jetzt ja auch den Namen des Buckelwals. Er heißt „Timmy“. So hat ihn schon seine Mutter genannt!
    Ein Innenminister wird heftig beschimpft, weil er gesagt hat, der Wal habe sich dieses Schicksal selbst gewählt. Ja, dafür kann man ihn kritisieren. Nicht weil er herzlos ist, sondern weil er nicht weiß, dass ein Tier nach Trieb und Instinkt handelt und eben nicht mit freiem Willen Entscheidungen trifft.
    Dass dieses System der Steuerung bei diesem Tier nicht mehr funktioniert hat (und funktioniert), ist bedauerlich. Es ist darüber hinaus natürlich bedauerlich, dass der Tod in der Welt ist und es ist überaus aufschlussreich, zu verstehen, wie der Tod in die Welt kam. (Man lese Genesis 3 im Alten Testament. Siehe auch Gen. 3, 1-24 Adam erzählt)
    Hunger kennen wir nicht. Unsere Vorfahren hätten sich über die seltene einfache Beute gefreut. Ein ganzes Dorf hätte für einen ganzen Winter Nahrung gehabt, mindestens. Nur mal so grob geschätzt.

  • Osterhund statt Osterhase?

    Meine Sparkasse begrüßt mich auf ihrer Website mit der Aufforderung sich keinen Osterhund als Osterhasen andrehen zu lassen. Naja, eigentlich wollen sie nur eine Rechtsschutzversicherung verkaufen.

    Aber wie auch immer Osterhund statt Osterhase, wäre das so schlimm?

    Osterhase statt „Jesus ist auferstanden“, Wiedererwachen der Natur statt Auferstehung, Kreislauf von Werden und Vergehen statt Jesus lebt und alles wird anders, das wäre ein fataler Irrtum.

    Nichts gegen Osterhasen und Ostereier, aber der Sinn von Ostern sind sie nicht.

    Alles, was Ostern zählt ist im Neuen Testament gut bezeugt und kann erfahren werden im Vertrauen auf den Auferstandenen.

    Einfach mal nachlesen und anfangen ihn anzureden. Dann fängt man an Hund und Hase, nein Entschuldigung, Sinn und Unsinn zu unterscheiden.

    Frohe Ostern!