Eine junge Frau antwortet im Straßeninterview auf die Frage nach der Wehrpflicht, (ZDF „heute“ vom 13.11.2025) dass sie keinen Sinn darin sieht, sich für ein Land zu verpflichten „was generell nichts für mich, für mein Geschlecht, für meine Zukunft hergibt“.
Fragen tun sich auf: Hat das Land für sie nicht einen Kindergarten gebaut, damit ihre Eltern berufstätig sein konnten, um ihr viele schöne Dinge zu kaufen? Hat das Land für sie nicht eine Schule gebaut, Lehrer beschäftigt, damit sie die Welt verstehen lernt und sich darin erfolgreich bewegen kann? (Okay, das hat wohl nicht viel genutzt.) Musste sie zu Fuß auf einem Trampelpfad durchs Dickicht viele Kilometer zu ihrer Schule laufen? Oder waren da Straßen und ein Schulbus? Und falls Sie mal schwerer krank war, gab es da ein Krankenhaus? Gibt es eine Polizei, die sie beschützt? Und sorgt dieses Land dafür, dass keine feindliche Armee einmarschiert und mit ihr schlimme Dinge macht? Und hat sie die Freiheit ihre Meinung (auch wenn sie seltsam ist) bundesweit bekannt zu geben?
Dieses Land tut nichts für sie? Selbst wenn sie einmal von Bürgergeld leben sollte, würde sie immer noch zu den 13 % der reichsten Menschen in der Welt gehören (siehe https://www.givingwhatwecan.org/how-rich-am-i? )
Wenn man von einem Land (bzw. seiner Regierung) erwartet, dass es den Himmel auf Erden schaffen kann, kann das nur schief gehen.
Den Himmel hat nur ein ganz anderer für uns Menschen bereit. Hat man ihr das nicht erklärt? Oder wollte sie es nicht verstehen?
Was so ein kleines Straßeninterview doch für Fragen aufwirft!
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